Mammographie-Screening

Das Mammographie-Screening ist ein Programm zur Früherkennung von Brustkrebs. Dabei werden mit einer speziellen Röntgenuntersuchung der Brust auch sehr kleine Veränderungen sichtbar, die noch keine Beschwerden verursachen.

Die Untersuchung wird nach einem einheitlichen Verfahren durchgeführt und die Aufnahmen werden von speziell qualifizierten Ärztinnen und Ärzten beurteilt. Ziel ist es, Brustkrebs möglichst früh zu erkennen und dadurch die Behandlungschancen zu verbessern.

Eine dunkelhaarige Ärztin mit Brille untersucht mit einem Ultraschallgerät die Brust einer liegenden Frau.Eine dunkelhaarige Ärztin mit Brille untersucht mit einem Ultraschallgerät die Brust einer liegenden Frau.

Mammographie-Screening

Das Mammographie-Screening ist ein zentraler Bestandteil der Brustkrebsfrüherkennung und richtet sich in Deutschland an Frauen zwischen 50 und 75 Jahren. Ziel des qualitätsgesicherten Programms ist es, Brustkrebs möglichst früh zu erkennen – häufig noch bevor Veränderungen tastbar sind oder Beschwerden auftreten. Studien zeigen, dass die regelmäßige Teilnahme am Screening die  Brustkrebssterblichkeit um bis zu 20–30 % senken kann (Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), 2025).

Die Grafik zeigt eine durchsichtig erscheinende Blume auf einem dunkelblauen und brombeerfarbenen Hintergrund

50 – 75 Jahre

Zielgruppe des Screening-Programms. Gemeinsamer Bundesausschuss prüft derzeit, ob das Programm auf Frauen von 45 bis 49 Jahren ausgeweitet wird.

Alle 2 Jahre

Einladungsintervall zur Untersuchung. Regelmäßige Teilnahme wichtig, da Veränderungen sich oft langsam entwickeln. Wiederholte Untersuchungen ermöglichen bessere Beurteilung.

100 % kostenlos

Teilnahme für gesetzlich Versicherte kostenfrei. Privatversicherte sollten Kostenübernahme vorab mit der eigenen Versicherung abklären.

Doppelte Befundung

Wir arbeiten inderdisziplinär zusammen und unterstützen uns gegenseitig. Für eine frühe Diagnose,  die schonendere Behandlungen und bessere Heilungschancen bieten kann

Das offizielle Mammographie-Programm

Die KoopG

Die Kooperationsgemeinschaft Mammographie (KoopG) organisiert und begleitet das Mammographie-Screening-Programm in Deutschland. Sie wurde 2003 gemeinsam von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und dem GKV-Spitzenverband gegründet.

Zu ihren wichtigsten Aufgaben gehören die Koordination des Programms, die Sicherung und Überprüfung der medizinischen Qualität sowie die regelmäßige Evaluation der Ergebnisse. Dafür werden die teilnehmenden Screening-Einheiten regelmäßig zertifiziert und überprüft. Fünf Referenzzentren unterstützen dabei unter anderem die Fortbildung und Qualitätssicherung vor Ort.

Prüfung, ob Programm für jüngere Frauen ausgeweitet wird

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) prüft derzeit, ob das Mammographie-Screening künftig bereits für Frauen ab 45 Jahren angeboten werden soll. Damit könnten auch Frauen im Alter von 45 bis 49 Jahren in das organisierte Früherkennungsprogramm einbezogen werden. Sollte die Altersgrenze entsprechend erweitert werden, würden die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für das Screening auch für diese Frauen übernehmen.

Eine Entscheidung des G-BA ist für Oktober 2026 vorgesehen. Bis dahin gilt weiterhin: Regulär eingeladen werden Frauen im Alter von 50 bis 75 Jahren.

Qualität, die für sich spricht

Das Programm unterliegt strengen Qualitätsrichtlinien der EU.

  • Zertifizierte Screening-Einheiten
  • Spezialisierte Radiologinnen und Radiologen
  • Doppelbefundung durch zwei Ärztinnen und Ärzte
  • Kontinuierliche Qualitätskontrolle
  • Dokumentation aller Befunde

Eine Frau mit Brille und weißer Bluse sitzt an einem Schreibtisch mit zwei Monitoren und lächelt in die Kamera
Drei Fachangestellte mit pinken Shirts und weißen Hosen stehen auf der Treppe eines Mammobils.
Eine blonde Frau überreicht an einem Anmeldungstresen einer dunkelhaarigen Frau Unterlagen.

So läuft das Mammographie-Screening ab

01

Einladung

Frauen im Alter von 50 bis 75 Jahren erhalten regelmäßig eine persönliche Einladung zum Mammographie-Screening. Die Untersuchung ist für die Teilnehmerinnen kostenlos.

02

Termin

Auf der Einladung finden Sie Informationen zur Terminvereinbarung. Wenn der vorgeschlagene Termin nicht passt, können Sie in der Regel einen anderen Termin vereinbaren.

03

Anmeldung

Am Untersuchungstag melden Sie sich im Screening-Zentrum an. Bitte bringen Sie Ihre Einladung und, falls vorhanden, wichtige Unterlagen zu früheren Untersuchungen mit.

04

Untersuchung

Für die Untersuchung wird jede Brust zwischen zwei Platten vorsichtig zusammengedrückt und geröntgt. Von jeder Brust werden in der Regel zwei Aufnahmen aus unterschiedlichen Perspektiven gemacht – die eigentliche Untersuchung dauert nur wenige Minuten.

05

Ärztliche Befundung

Die Aufnahmen werden von speziell geschulten Ärztinnen und Ärzten unabhängig voneinander beurteilt. Falls eine Auffälligkeit gesehen wird, bedeutet das nicht automatisch, dass eine Erkrankung vorliegt.

06

Ergebnis

Das Ergebnis der Mammographie erhalten Sie in der Regel innerhalb weniger Tage per Post. Bei einem unauffälligen Befund werden Sie zum nächsten regulären Screening eingeladen; bei einer Auffälligkeit werden weitere Untersuchungen zur Abklärung angeboten.

28.09.2026

Folge 26: Mammographie-Screening-Programm: Zahlen, Fakten und Erfolg – was steckt dahinter?

Folge 16: Pinktober – Mammographie-Screening-Programm

Häufig gestellte Fragen